Hinweis:
Diese Seite stellt Informationen und Dokumente bereit, aktuell vor allem den offenen Brief,
und dient der Vernetzung von Betroffenen und Engagierten.
HINWEIS ZU DEN VERÖFFENTLICHUNGEN:
Ein ausführlicher Zeitstrahl zu den Vorgängen folgt. Einiges muss ich vorher rechtlich klären, ebenso, welche Unterlagen aus den Verfahren ich in welcher Form veröffentlichen darf. Ich befinde mich noch in einem laufenden Verfahren und prüfe derzeit, welche rechtlichen Schritte sinnvoll sind. Bis dahin veröffentliche ich nur, was ich für vertretbar halte.
Hinweis zum Inhalt:
Diese Seite behandelt Gewalt gegen Kinder. Die Schilderungen können belastend sein.
Dokumente und offener Brief zum Schutz vor Kindesmisshandlung.
WARUM DIESE SEITE
Ich brauche einen verlässlichen, eigenen Ort, um Dokumente wie bspw. den offenen Brief zu veröffentlichen und Menschen zu vernetzen, die sich für Aufarbeitung einsetzen und das unabhängig von Institutionen oder Parteien.
WAS ICH GETAN HABE UND TUE
Seit über zwölf Jahren arbeite ich meinen eigenen Fall auf und kämpfe dafür, dass die Vorgänge im Kinderdorf Duisburg e.V. aufgeklärt werden. Anfangs bin ich unter einem Alias an die Öffentlichkeit gegangen. Heute zeige ich bewusst meinen Namen. Schweigen und Wegschauen schützen Täter:innen. Das darf nicht so bleiben.
- 2015 habe ich Strafanzeige erstattet. Die Ermittlungsverfahren wurden 2016, soweit mir bekannt, nach § 153a StPO gegen Auflage eingestellt. Das ist kein Freispruch. Ich halte diese Entscheidung aus meiner Sicht für nicht nachvollziehbar.
Meine Begründung dazu veröffentliche ich in Kürze.
- Ich habe früher die Kampagne „Meine Stimme gegen Kindesmisshandlung" ins Leben gerufen, um Kindesmisshandlung in Einrichtungen sichtbar zu machen.
- Seit längerem stehe ich im Austausch mit der Geschäftsführung des Kinderdorf Duisburg e.V.
Ein Gespräch im Herbst 2024 hat keine unabhängige Aufarbeitung ausgelöst. Zuletzt habe ich im Februar 2026 drei konkrete Bitten gestellt: die Zustimmung zur Veröffentlichung unserer Korrespondenz, einen Kontakt zum Betriebsrat und die aktuelle Satzung des Vereins.
Seit dem 15. Februar 2026 habe ich keine Nachricht mehr erhalten, und auch auf die im Juli 2025 übergebene Petition kam bis heute keine Antwort.
- Meine Petition zur Aufklärung der Vorgänge in der Außenwohngruppe I des Kinderdorf Duisburg e.V. wurde von über 1.800 Menschen unterschrieben. Im Juli 2025 habe ich der Geschäftsführung einen ersten Zwischenstand übergeben - bisher ohne Rückmeldung.
- Ich befinde mich aktuell in einem Widerspruchsverfahren nach dem Opferentschädigungsgesetz.
FÜR JURIST:INNEN
Ich suche noch weitere rechtliche Unterstützung.
Es geht um Gewalt in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe (Kinderdorf Duisburg e.V., 1999–2007). Der Fall ist umfangreich und hat mehrere rechtliche Ebenen: ein eingestelltes Ermittlungsverfahren, ein laufendes Widerspruchsverfahren im Sozialen Entschädigungsrecht, Fragen der Aufsicht und Verantwortung von Trägern und Behörden sowie die Frage, was ich öffentlich machen darf. Bisher habe ich keine Kanzlei gefunden, die den Fall im vollen Umfang übernehmen kann.
Gesucht werden Jurist:innen aus:
- Sozialem Entschädigungsrecht (SGB XIV / OEG)
- Straf- und Opferrecht
- Verwaltungs- und Amtshaftungsrecht
- Presse- und Äußerungsrecht
Auch Unterstützung in Teilbereichen, eine Erstberatung oder ein Mandat im Rahmen von Pro-bono-Arbeit hilft mir weiter.
Ich stelle hierzu gern ein Kurzdossier mit Sachverhalt, Verfahrensstand und Fristen zur Verfügung.
FÜR BETROFFENE UND FACHKRÄFTE
Du hast in einer Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe Gewalt erlebt oder etwas mitbekommen? Damit bist du nicht allein.
Ich arbeite seit über zwölf Jahren meinen eigenen Fall auf und weiß, wie schwer es ist, darüber zu sprechen und ernst genommen zu werden. Wenn du dich austauschen oder vernetzen möchtest, oder wenn du etwas zur Aufklärung der Vorgänge im Kinderdorf Duisburg e.V. beitragen kannst, schreib mir. Du entscheidest dabei selbst, wie viel du erzählst und nichts davon wird ohne deine ausdrückliche und freiwillige Zustimmung weiter verwendet.
AN ERZIEHER:INNEN UND ANDERE FACHKRÄFTE
Du arbeitest oder hast in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet und hast erlebt, dass Grenzen überschritten wurden, dass Hinweise versandeten oder dass man dich zum Schweigen gebracht hat oder du möchtest dich der Iniative anschließen oder mehr erfahren?
Auch deine Sicht ist wichtig! Aufarbeitung gelingt nur dann, wenn auch die sprechen, die von innen etwas gesehen haben.
Das gilt ausdrücklich auch für Betriebsräte und Mitarbeitendenvertretungen.
Bitte beachte:
- Kläre vorher, was du sagen darfst. Als Beschäftigte:r kannst du Verschwiegenheits- und Datenschutzpflichten haben. Lass dich vor einer Nachricht an mich von einer Gewerkschaft, einem Betriebsrat oder einer Anwältin beraten. Ich kann dir nicht sagen, welcher Schutz für dich gilt, und ein Kontakt zu mir ist nicht automatisch ein rechtlich geschützter Meldeweg.
- Schick mir keine Namen oder Daten von Kindern und Jugendlichen und keine internen Unterlagen.
- Schreib mir bitte nur, was du selbst wahrgenommen hast und keine Vermutungen über Personen.
Noch Wichtig zu wissen:
- Ich bin keine Beratungsstelle und kann keine rechtliche oder psychologische Beratung geben.
- Ich gehe mit Nachrichten sorgfältig um. Eine absolute Vertraulichkeit kann ich dir aber nicht garantieren, zum Beispiel wenn ich rechtlich zur Herausgabe verpflichtet würde.
- Schick mir bitte keine Unterlagen, bevor wir geschrieben haben. Wenn Kinder heute akut gefährdet sind, wende dich bitte sofort an das Jugendamt oder die Polizei (110). Ich kann so etwas nicht prüfen und nicht eingreifen. Wenn es dir gerade nicht gut geht, findest du rund um die Uhr Hilfe: Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (kostenlos) Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530 (kostenlos)
Weitere Selbstvertretung:
Careleaver e.V.:
www.careleaver.de